CAPE SOCCER GUIDE
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Fußball in Südafrika |
Courtesy of southafrica.info / Brad Morgan
Fußball - "Soccer", wie er hier genannt wird - ist die am weitesten verbreitete Sportart in Südafrika, mit besonders vielen Anhängern unter der schwarzen Bevölkerung. Für viele Südafrikaner war es der stolzeste Moment in der Sportgeschichte ihres Landes, als Südafrika 1996 auf heimischem Boden den Cup Afrikanischer Nationen gewann.
Das Fußballgeschehen wird sehr intensiv verfolgt, und der Qualitätsstandard der heimischen Clubs steigt stetig – nicht zuletzt daran zu erkennen, dass südafrikanische Fußballer immer häufiger von europäischen Clubs unter Vertrag genommen werden.
Die einheimischen Vereine sind organisiert in nationalen Ligen und spielen nebenher eine Fülle anderer Einzelturniere. Die enthusiastischen Fans - bemalt, kostümiert und mit Plastiktrompeten ausgestattet – folgen ihrer Leidenschaft in vorbildlicher Manier: Das in vielen anderen Ländern der Welt auftretende Phänomen des Hooliganismus' ist hier weitgehend unbekannt.
Es gibt in Südafrika wahrscheinlich kaum eine bessere Methode, mit Fremden ins Gespräch zu kommen, als Wissen um den hiesigen Fußball zu demonstrieren. Um Ihnen ein wenig Grundwissen über die wichtigsten Mannschaften und Wettbewerbe näherzubringen, bieten wir Ihnen hier einen kleinen Schnellkurs an (Andulela meint: Sie können auch gerne an der Cape Town Fußball Tour teilnehmen!):
Nelson Mandela leads the celebrations as Neil Tovey lifts the 1996 Africa Cup of Nations.
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Bafana Bafana |
Eine der ersten Errungenschaften, die die junge Demokratie für Südafrika bereit hielt, war die erste wahrhaft repräsentative Fußballnationalmannschaft des Landes. Spätestens nachdem Bafana Bafana, "die Jungs", 1996 den Cup Afrikanischer Nationen im eigenen Land gewannen, war ihr Spitzname auch über die Grenzen Südafrikas hinaus ein Begriff.
Bafana Bafana nahmen 1998 zum ersten Mal in ihrer Sportgeschichte an einer Weltmeisterschaft teil, wo man gegen den WM-Gastgeber und späteren Sieger Frankreich verlor. In den anderen Gruppenspielen wurde jeweils ein Unentschieden gegen die Teams aus Dänemark und Saudiarabien erreicht. Im selben Jahr spielte sich die Mannschaft zum zweiten Mal in Folge bis in das Finale des Cups Afrikanischer Nationen, wo man mit 2-0 gegen Ägypten den Kürzeren zog.
4 Jahre später bei der Weltmeisterschaft in Korea und Japan zeigten Bafana Bafana das wahre Potential der Mannschaft. Obwohl die Vorrunde nicht überstanden wurde (das Team scheiterte an nur einem Tor Differenz), konnte man sich dennoch auf der größten Fußballbühne der Welt Respekt verschaffen: zurückliegend erkämpften sich "die Jungs" aus Südafrika noch ein 2-2 gegen Paraguay, gewannen 1-0 gegen Slowenien und verloren nur denkbar knapp mit 2-3 gegen Spanien.
Diesen vielversprechenden Auftritten folgte jedoch eine Zeit der Misserfolge, als man 2004 das Viertelfinale des Cups Afrikanischer Nationen verpasste und 2 Jahre später sogar in der ersten Runde des selben Wettbewerbs die Segel streichen musste. Nachdem auch die Qualifikation für die WM 2006 verpasst wurde, rutschte das Team in der offiziellen FIFA-Mannschaftswertung weiter nach unten.
Die Afrikameisterschaften 2008 und vor allem die Weltmeisterschaft 2010 im eigenen Land, für die man sich als Gastgeber nicht zu qualifizieren braucht, werden der südafrikanischen Fußballmannschaft die Chance geben, sich zu rehabilitieren. (Anmerkung Andulela: Der bereits gespielte Cup Afrikanischer Nationen im Jahr 2008 zeigte mehr Licht als Schatten und man schied in der Vorrunde aus.)
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Kaizer Chiefs |
Südafrikas wohl beliebteste Mannschaft scheint fast keine Auswärtsspiele bestreiten zu müssen. Ihre Fans, die "Amakhozi", sind auswärts oft zahlreicher anwesend als die ihrer Gegner.
Gegründet wurde der Club 1970 von Kaizer Motaung, der sich in der "North American Soccer League"der Vereinigten Staaten einen Namen als Stürmer bei den Atlanta Chiefs machte; zu einer Zeit, als Weltfußballer wie Pele, Johann Cruyff oder "Kaiser" Franz Beckenbauer in die USA wechselten.
Die "Chiefs" wurden eines der erfolgreichsten Teams Südafrikas und haben seit der Einführung (1997) der "Premier Soccer League" (PSL) zweimal die Meisterschaft gewinnen können. Ihren ersten gesamtafrikanischen Titel sicherte sich das Team im Jahre 2002, als man im Finale gegen Inter Luanda aus Angola den Cup der Pokalsieger, jetzt benannt nach Nelson Mandela, erspielen konnte.
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Orlando Pirates |
Orlando Pirates ist das älteste Team in Südafrika mit einem Fanaufkommen, das über die Grenzen des Landes hinaus reicht.
Der zweimalige Meister der PSL ist bis dato der einzige südafrikanische Club, der den renommiertesten Fußballwettbewerb auf dem afrikanischen Kontinent, die CAF Champions League, gewinnen konnte. Dies gelang den "Buccaneers" im Jahre 1995.
Ähnlich wie bei den Kaizer Chiefs ist es auch bei den "Pirates" selten von Nachteil, auswärts antreten zu müssen, denn ihre frenetischen Fans sind über das ganze Land verstreut. Die traditionelle Rivalität der beiden Vereine sorgt für eines der spannungsgeladensten Derbys der Welt.
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Premier Soccer League |
Die höchste Spielklasse im südafrikanischen Fußball ist die "Premier Soccer League", abgekürzt PSL. Seit ihrer Gründung in 1997 sorgte die PSL durch bessere Vermarktung, Werbeeinnahmen für die Clubs und Medienangebote dafür, dass der Qualitätsstandard des südafrikanischen Clubfußballs stetig anstieg. Sie diente zudem als Bühne für einheimische Spieler, sich auch bei ausländischen Clubs anzubieten.
Die Manning Rangers, mit ihrem Trainer Gordon Igesund, verblüfften 1997 zum Start der PSL alle Experten, als sie sich die erste PSL-Meisterschaft sicherten und dabei viele der als besser eingeschätzten Teams hinter sich ließen. In den Jahren 1998 bis 2000 gelang dann der Mannschaft der Mamelodi Sundowns ein Titelhattrick mit 3 nacheinander gewonnenen Meisterschaften. Im Jahre 2001 wechselte der Erfolgscoach Igesund zu den "Pirates", um auch mit den "Buccaneers" den Titel zu holen. Ein Jahr später übernahm er dann die in Kapstadt beheimateten "Santos" und machte dort mit der dritten Meisterschaft als Trainer verschiedener Clubs den Hattrick perfekt.
PSL Titelträger:
- 2006/07: Mamelodi Sundowns
- 2005/06: Mamelodi Sundowns
- 2004/05: Kaizer Chiefs
- 2003/04: Kaizer Chiefs
- 2002/03: Orlando Pirates
- 2001/02: Santos
- 2000/01: Orlando Pirates
- 1999/00: Mamelodi Sundowns
- 1998/99: Mamelodi Sundowns
- 1997/98: Mamelodi Sundowns
- 1996/97: Manning Rangers
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Cup-Wettbewerbe |
Neben dem alljährlichen Ligabetrieb gibt es eine Reihe von Cup-Wettbewerben.
Der ABSA Cup gibt Vereinen aus niederklassigen Ligen die Möglichkeit, sich mit den "Großen" aus der PSL zu messen.
Der SAA Super 8 Cup wird vor jeder neuen Saison unter den 8 bestplatzierten Mannschaften der letzten Runde ausgespielt.
Der Coca-Cola Cup ist das höchstdotierte Fußballturnier in Südafrika. Alle 16 Teams der PSL spielen um ein Preisgeld für den Gewinner in Höhe von 1,2 Millionen Rand (etwa 120000 Euro).
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Niedere Spielklassen |
Die Erste Liga besteht aus 16 Mannschaften, während in der Zweiten Liga 16 Teams und zusätzlich zwei Aufsteiger, die sich als beste aus insgesamt 9 regionalen Ligen durchgesetzt haben, antreten.
Die Dritte Liga ist ein Verband regionaler Ligen, aus denen die Zweite Liga gespeist wird.
Artikel aktualisiert: März 2008
Brad Morgan
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