CAPE JAZZ GUIDE
Treffen Sie Jonathan Rubain auf der Cape Town Jazz Safari.
Jonathan Rubain
Der junge Musiker Jonathan Rubain besticht nicht nur durch großes Talent, sondern auch durch seinen Charme und jugendliche Unbeschwertheit.
Im Alter von sieben Jahren begann Rubain das Trommelspielen zu erlernen und zwei Jahre später spielte er in seiner Heimatgemeinde Hannover Park die Gitarre in der "Shiloh Pentecostal" Kirchenkapelle.
"Wir sind eine religiöse Familie, mein Vater ist Pfarrer, und Musik war immer Bestandteil unseres Lebens. Vater besaß Schallplatten und Kassetten, hauptsächlich Gospelmusik, zum Beispiel von den "Winan Brothers", erzählt Rubain.
Die Musikinstrumente in der Kirchenband wurden oft untereinander ausgetauscht, so dass jeder mehr als nur ein Instrument zu spielen lernte. Es war jedoch purer Zufall, der Rubain verhalf, "sein" Instrument, die Bassgitarre, für sich zu entdecken: "Sie riefen mich eines Sonntagmorgens an, sagten, der etatmäßige Bassspieler würde nicht kommen können, und fragten, ob ich nicht für ihn einspringen würde – von diesem Tag an gab es nur noch den Bass für mich. Ich hatte mein Instrument gefunden!"
Im Jahr 1998, Rubain war gerade 13 Jahre alt, entdeckten er und seine Bandkollegen Lieder von Jimmy Dludlu und Errol Dyers und begannen sie in ihren Übungsstunden nachzuspielen. Als in seinem ersten Universitätsjahr ein geplanter Ausflug zur ehemaligen Gefängnisinsel Robben Island wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste, fuhr man stattdessen ins District Six Museum, wo Goema-Star Mac McKenzie gerade spielte. "Als Mac kurz in die Küche ging, schnappte ich mir seine Gitarre und begann einfach zu spielen. Er kam sofort angerannt und ist erst mal ausgeflippt, so wie Mac halt ist. Aber er meinte zu mir, ich müsse unbedingt wieder kommen, um mit ihm zusammen zu spielen!"
Rubain kehrte zurück, und nachdem die beiden die darauf folgende Woche zusammen musizierten, lud ihn McKenzie am Ende des Jahres dazu ein, bei einem Neujahrskonzert in Johannesburg aufzutreten.
"Ich war eigentlich mehr aufgeregt wegen des Fliegens, aber auch das Konzert wurde ziemlich gut. Ich bekam von Mac R1500, und das war sehr viel Geld für mich! Von diesem Konzert an war ich in der Jazzszene", erinnert sich Rubain.
Er spielte daraufhin nicht nur weiter mit "Goema-Captain" McKenzie, sondern auch mit den Kapstädter Jazzgrößen Hilton Schilder, Errol Dyers und Robbie "Cape Doc" Jansen.
Rubain nennt als 2 der größten musikalischen Einflüsse Gospelmusik und Goema.
"Ich liebe es, mit Mac zusammen zu spielen. Ich habe viel von ihm gelernt. Generell mag ich es, mit Älteren zu spielen, Leuten wie Errol und Robbie. Die sind lockerer und achten viel auf Feinheiten. Und sie erlauben es jedem in der Band, sich frei zu enfalten."
Seit 2005 bereiste Rubain mit den "Goema Captains" unter anderem die Insel Reunion und zwei mal Frankreich. Außerdem nahm er an einem Austauschprogramm in Norwegen teil.
2007 gründete er die Jonathan Rubain Band, welche aus einer Formation mit bis zu 6 Bandmitgliedern besteht. Er hat laut eigener Aussage genügend Songs zusammen, um ein volles Album aufzunehmen: "Es wird in diesem Jahr passieren. Ich habe den festen Glauben daran", ist sich Rubain sicher.
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