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CAPE JAZZ GUIDE

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Robbie Jansen - Der Cape-Doktor

Seit 30 Jahren ist Robert Edward Jansen ist fester Bestandteil der Kapstädter Musikszene. Der virtuose Altsaxophonist, Flötenspieler und Komponist, der diverse weitere Instrumente und verschiedene Genres beherrscht, spielte in einigen der berühmtesten Bands Südafrikas, u.a. Pacific Express, Sabenza, and Juluka. Als Musikguru und Pionier der sogenannten "Port Music", jetzt bekannt unter dem Namen "Cape Jazz", hatte er einen wesentlichen Einfluss auf die südafrikanische Musik und Kultur im Ganzen.

Der 1949 in Kapstadt geborene Autodidakt begann seine musikalische Karriere mit dem Erlernen von Akkordeon und Mundharmonika. Später verdiente er sich Geld und Anerkennung als Gitarrist in Bands wie den Rockets, deren Musik ganz im Zeichen des Britischen Pop stand, der in dieser Zeit die Welt im Sturm eroberte. Auf einer Reise nach London kam er in Kontakt mit US-amerikanischer "schwarzer" Musik, dem Jazz, der damals über den Ozean nach Europa schwappte. Besonders beeindruckt zeigte sich Jansen von den immer beliebter werdenden Blechbläsersätzen im Jazz aber auch in anderer, vom Jazz beeinflussten, Musik.

Durch diese Erfahrung inspiriert, entschloss sich Jansen, Saxophon zu lernen und die Sprache des Jazz zu ergründen. In den 70er Jahren schließlich fand er Einlass in die elitäre Gruppe des Kapstädter Jazz, als er sich unter der Führung des herausrageneden Abdullah "Dollar Brand" Ibrahim und des Saxophon- und Flötenspieler Basil Coetzee der Kultrock- und Jazzband Pacific Express anschloss. An der Seite Coetzees Tenorspiel ist Jansens kraftvolles, aber lyrisches Altsaxophon auf Ibrahims legendären Mannenberg zu hören; jenem Stück, das in den farbigen Townships zur Hymne wurde und nach weitverbreiter Meinung den "Cape Jazz" wie kein anderes repräsentiert.

In den turbulenten 80er Jahren, als viele der talentierten schwarzen und farbigen Musiker das Land verließen, ging auch Ibrahim. Er zog in die Schweiz. Jansen blieb zurück und arbeitete mit anderen Bands zusammen, zum Beispiel den Spirits Rejoice und bei Workforce. Er hielt weiterhin engen Kontakt zu Coetzee und war bei diversen Auftritten und Aufnahmen mit dessen Band Sabenza dabei. Er verstand die Musik weiterhin als Sprachrohr für Protest und Einheit, und im Jahre 1989 erschien sein erstes Soloalbum, Vastrap Island, in Südafrika, Deutschland und Großbritannien.

Als Robbie Jansen 2005 schwer erkrankte, ließ der Bürgermeister Kapstadts verlautbaren, dass die Staatskasse für Jansens Krankenhausrechnungen aufkommen würde. Diese Entscheidung sorgte für viele Sympathiebekundungen und brachte Jansen wieder zurück ins öffentliche Bewusstsein. Er erhielt dadurch die überfällige Anerkennung als Teil der Musikgeschichte Südafrikas und festigte seinen Status als Musikerlegende vom Kap.

Dieser Tage kann man Jansen zusammen mit Hilton Schilder, Mac McKenzie und den Goema Captains of Cape Town spielen hören. Von seiner eigenen Band, den Sons of Table Mountain, erschien 2001 das Debüt-Album The Cape Doctor; ein Spitzname, den nicht nur der berüchtigte "Southeaster" (starker Südostwind im Süden Südafrikas) trägt, wenn er Kapstadt vom Smog befreit, sondern auch Robert Edward Jansen selbst.

Janson jüngstes Werk erschien 2006 unter dem Titel Nomad Jazz und wurde mit dem SAMA (South African Musik Award) ausgezeichnet.




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